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Geschichte

Das Haus

Das Viechtauer Heimathaus trägt – wie viele Häuser in der Viechtau einen Hausnamen: „Rabenwies“. Zwar existierte die Rabenwies vermutlich bereits zwischen 1100 und 1300, ihre Besitzer lassen sich jedoch namentlich erst ab 1645 nachwiesen. Somit kann man behaupten, dass es wohl zu einem der ältesten Häuser in der Viechtau zählt. 1835 ging das Haus in den Besitz von Familie Laubichler über, die es schließlich 1975 an die Gemeinde Altmünster verkaufte.

Heute wird im Haus ein Zustandsbild der hausindustriell bestimmten Existenzform aus der Zeit um 1900 gegeben: einerseits mit den eingerichteten Wohn- und Arbeitsräumen der Holzwarenerzeugern, andererseits mit den vielfältigen Produkten, die sie Generationen hindurch hergestellt haben. Denn die Viechtau zählte bis weit ins 20. Jahrhundert zu den großen europäischen Erzeugerzentren einer vom Holz bestimmten Warenwelt.

Rabenwies
Rabenwieskapelle

Der Verein

Durch Zufall erfuhr Anton Gründl 1975, dass das Haus in absehbarer Zeit abgerissen oder verkauft werden soll. Er erkannte den historischen Wert des Objektes und wandte sich umgehend mit der Bitte an Bürgermeister Dr. Hugo Scheuba, die Gemeinde möge die einmalige Gelegenheit nützen, diese für unsere Gegend typische Kleinlandwirtschaft zu erwerben, um daraus ein Museum mit dem Schwerpunkt der ehemaligen „Viechtauer Hausindustrie“ zu machen.

Der Bürgermeister griff den Vorschlag auf, und es wurde ein Proponenten-Komitee gebildet. Bei dieser Zusammenkunft wurde angeregt, das Objekt durch die Gemeinde Altmünster anzukaufen und Anton Gründl mit der Adaptierung und Betreuung des Hauses zu beauftragen.

Nach dem Kauf der „Rabenwies“ durch die Gemeinde wurde sie in die Obhut des Viechtauer Heimatvereines übergeben. Tatkräftige Unterstützung erhielt der Obmann von Bildhauer Sepp Moser und dem späteren Leiter des Heimathauses, Anton Pesendorfer. Diese drei Neukirchner waren somit die Hauptverantwortlichen in den Anfangsjahren des Viechtauer Heimathauses.

Ein großer Augenblick im Vereinswesen des Heimatvereines war die Weihe des Hauses im August 1977. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits die Aufstellung des Ofens, die Fußbodenverlegungen, die Elektroinstallationen, die Errichtung einer Stiege, die Einrichtung der beiden Stuben und des Vorhauses sowie die Sanierung im Außenbereich abgeschlossen.

Mit beachtlichen finanziellen Mitteln vonseiten der Gemeinde Altmünster, des Landes sowie zahlreichen privaten Sponsoren konnte schließlich das Heimathaus so weit fertiggestellt werden, dass es im Jahre 1978 erstmals für Besichtigungen offenstand.

Gemeindevorstand Anton Pesendorfer erklärte sich 1984 bereit, die Leitung des Heimathauses und die damit verbundenen Agenden zu übernehmen.

In den folgenden Jahren wurden unter großem Zeit- und Arbeitsaufwand weitere Sanierungsarbeiten am Heimathaus vorgenommen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf diversen Innenarbeiten, aber es wurde unter anderem auch die Kapelle saniert, Innen- und Außenverputzarbeiten durchgeführt, der Parkplatz neugestaltet, das Dörrhaus errichtet, die „Granderhütte“ mit einem WC versehen und eine Wasserleitung verlegt.

1988 war die ehemalige „Rabenwies“ zu einem festen Bestandteil im kulturellen Leben des Aurachtales und der Marktgemeinde Altmünster geworden. Verschiedene Aktivitäten, wie die Abhaltung eines Basars oder der Postkartenverkauf, waren wirtschaftlich erfolgreich, sodass mit einem beträchtlichen Guthaben der Ausbau weitergehen konnte.

Ein besonderer Glücksfall für das Heimathaus war, dass Frau Dr. Liesenfeld Forschungen zum Heimathaus betrieb. Dabei hat sie das Heimathaus umgestaltet und erweitert. Sie wohnte im Heimathaus und übernahm Führungstätigkeit.

Schon zu Lebzeiten von Sepp Moser hat seine Frau Maria Arbeiten im Viechtauer Heimathaus übernommen. Außerdem wurde das Heimathaus für Feste und Feiern angeboten, was wichtige Einnahmen brachte. Nach dem Ableben von Anton Pesendorfer fand Maria Moser in dessen Frau Hannelore eine Weggefährtin. Die beiden wussten sehr viel aus ihren eigenen Lebensgeschichten, deshalb waren ihre Führungen immer ein besonderes Erlebnis.

Schnitzer bei der Arbeit

2004 wurde die Neuerrichtung der Gschwandthäusl-Drechslerwerkstätte abgeschlossen. Ein ganz besonderer Ort, an dem Fritz Lüftinger mit seinen Schnitzkünsten regelmäßig das Handwerk des Vogelschnitzens vorführt.

Zusätzlich übernahm mit Hans Gaigg auch ein neuer Kustos. Dass dieser voll und ganz in seiner Rolle aufging, zeigte sich auch anhand zahlreicher Ausstellungen und Neuerungen. Besonders hervorzuheben ist die Auszeichnung Museum des Monats, die man im Jahr 2006 für die Krippenausstellung erhielt.

In die Ära Gaigg fiel auch das Jahr der OÖ Landesausstellung „Salzkammergut 2008“, an der das Heimathaus teilnahm. Ein besonderes Highlight dieser Ausstellung stellte die ca. 100 Jahre alte Plätte dar, die extra aus dem Traunsee gehoben und vor dem Heimathaus platziert wurde.

2010 wurde mit der Moserausstellung dem großen Gönner und Wegbereiter des Heimathauses, Sepp Moser, gedacht und Werke des Bildhauers ausgestellt. Teile dieser Ausstellung wurden im Jahr 2016 schließlich dauerhaft in die alte Werkstätte des Viechtauer Heimathauses eingebaut.

Das Jahr 2018 stellte für das Heimathaus ein weiteres Jahr des Umbruchs dar. Mit der Übergabe von Hans Gaigg an Josef Moser kam es dann auch zur Vereinsgründung. Dies ermöglichte, das Heimathaus eigenständig zu führen. Mit dem Bau der Holzterrasse schaffte man zusätzliche Fläche, die schon für einige Veranstaltungen (Saisoneröffnung, Handwerksnachmittag, Adventsingen, etc.) benötigt wurde.

Besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Mitgliedern, die nicht nur bei den Festen tatkräftig mithelfen, sondern auch den Alltag im Haus (Führungen, Betreuung des Hauses, usw.) mit Bravour meistern.

Unsere Schnitzer